Schizophrene Psychosen

Die schizophrene Erkrankung ist eine ernste psychische Erkrankung, die viele Ebenen des Erlebens und des Denkens eines Menschen ergreift.
Man kann Akutsymptome und chronische Symptome unterscheiden, die oft länger andauern.
Zu den Akutsymptomen gehören Wahnnehmungsstörungen z.B. optische oder akustische Sinnestäuschungen (Halluzinationen) wie Fratzen sehen oder Stimmenhören, Geruchs- und Geschmackshalluzinationen sowie der Verlust der Kontrolle über die eigenen Gedanken und den eigenen Willen.
Häufig wird bei den Betroffenen in der Akutphase die Wirklichkeit falsch beurteilt und führt aufgrund dieser Fehlinterpretationen zu Wahnsymptomen z.B. kann sich jemand als Zielscheibe dunkler Machenschaften fühlen (Verfolgungswahn) oder es fühlt sich jemand unheilbar krank, obwohl es keinerlei Anzeichen für eine körperliche Erkrankung ist (Krankheitswahn).
Einige Patienten haben das Gefühl, dass ihre Gedanken nicht mehr frei sind, sondern von anderen, meist als feindlich wahrgenommenen Menschen oder Mächten beeinflusst werden oder dass alle Menschen ihre Gedanken hören können.
Manchmal besteht auch das Gefühl, die Gedanken nicht mehr ordnen zu können.
Diese Akutsymptome lösen bei den Betroffenen oft starke Angstgefühle und eine starke Beunruhigung aus.
Als chronische Symptome sind oft Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen vorhanden, die Betroffenen ziehen sich aus den sozialen Kontakten zurück, fühlen sich schnell erschöpft und antriebsarm.

Heutzutage kann man die betroffenen Patienten gut mit Medikamenten und anderen psychosozialen Maßnahmen wie Soziotherapie, ambulanter psychiatrischer Pflege unterstützen, sodass sie ein eigenständiges Leben führen und Klinikaufenthalte oft vermieden werden können.

Weitere Informationen:

Literatur

  • H.-J. Luderer: Schizophrenie: Mit der Krankheit umgehen lernen

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